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Schülerparlament der Vereinten Nationen

30.10.2018 08:38 von admin

der WUP Kurs Model United Nations nimmt teil

 

Schon im vergangenen Schuljahr machten sich sechs Schüler auf den Weg, um die Welt der großen Politik bei der Model United Nations im Kieler Landtag (MUN-SH 2018) zu erkunden. MUN simuliert Sitzungen der Vereinten Nationen, und die teilnehmenden Schüler debattieren aus der Sicht verschiedener Staaten.

Diesmal meisterten zwölf Schüler die Herausforderung, in Hamburg in der offiziellen Verkehrssprache der UN - dem Englischen- zu debattieren. Die Schüler des bilingualen Wahlpflichtkurses der 10. Klassen ( Aya, Ilayda, Berin, Leandro, Christoph, Ysabelle, Dennis, Marlon, Mika, Niklas, Ron und Bogdana) nahmen unter der Leitung von Frau Lemke vom 21. bis 24.10.2018 an den Versammlungen der AlsterMUN (AMUN 2018) teil. Das Lise-Meitner-Gymnasium vertrat mit seinen Delegationen die Länder Island, Schweden, Palästina, Irak und Syrien.

In der Eröffnungsveranstaltung berichteten die Generalsekretäre der AMUN und die Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft (Carola Veit) von ihren ersten eigenen Erfahrungen bei den Model United Nations. Nach der Ansprache von Matthias Füracker vom Internationalen Seegerichtshof bestanden auch die Botschafter unserer Delegationen die Feuerprobe und hielten ihre Eröffnungsreden auf Englisch vor den zirka 200 Delegierten und Gästen der anderen Schulen aus Deutschland, Dänemark und Spanien.

Es folgten zwei lange Sitzungstage in den einzelnen Ausschüssen und eine abschließende Generalversammlung. In ihnen wurden nach langen Debatten unter anderem Resolutionen zu kontroversen Themen verabschiedet. Sie reichten von der Verhinderung des Einsatzes chemischer Waffen, dem Zugang zu kostengünstigen und nachhaltigen Energieformen, dem Schutz der Flüchtlingskinder in Flüchtlingslagern bis zu der Beilegung des Streits um die territorialen Ansprüche in der Arktis. Trotz der komplexen Thematik und des hohen fremdsprachlichen Anspruchs vor Ort schafften es alle Schüler sich aktiv an den Debatten zu beteiligen. Die Delegation Palästinas erlebte dabei hautnah, was es bedeutet nur einen Beobachterstatus zu haben und bei den Resolutionen nicht stimmberechtigt zu sein. Bei zusätzlichen Abendveranstaltungen wurde teilweise weiter diskutiert, aber vor allem auch zusammen gegessen und gefeiert.

Neben den strengen Regeln und der durchgehenden Kommunikation auf Englisch beschäftigte auch der Dresscode die Schüler. So mussten die Jungen in Anzug und Krawatte und die Mädchen im Businessanzug bzw. Rock oder Kleid (wobei diese höchstens eine Handbreit über dem Knie enden durften) auftreten. Turnschuhe waren nicht erlaubt. Nicht ganz ernst gemeinte Bestrafungen (beispielsweise das Karaoke-Singen der schwedischen Nationalhymne durch eine Teilnehmerin, die das Land Schweden in Jeanshose repräsentieren wollte) und andere lustige Ergänzungen der Geschäftsordnung (wie die Wahl eines syrischen Repräsentanten zum bestangezogenen und lustigsten Delegierten) lockerten die Atmosphäre auf.

Die AMUN 2018 behalten wir in guter Erinnerung und danken Frau Weinbrenner und ihren vielen freiwilligen Helfern der Klosterschule Hamburg. Ein großer Dank gilt ebenfalls der Schulleitung des LMG für die organisatorische Unterstützung sowie dem Verein der Freunde unserer Schule, dessen finanzielle Unterstützung uns die Teilnahme ermöglicht hat.

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